Avocado Umweltkiller

QUELLE: FOCUS.de

Avocado als Umweltsünder: Das steckt hinter der Kritik | FOCUS.de
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Avocado – darum regt sich zunehmend Unmut über die exotischen Früchte

Marketingtechnisch recht clever werden insbesondere die Aspekte umweltbewusstes Handeln und Genuss ohne Tierleiden in den Vordergrund gerückt und das mit großem Erfolg. Aus diesen Gründen wird die Frucht häufig in der veganen Szene gefeiert.

  • Avocados brauchen jedoch viel Sonne und werden daher überwiegend in Ländern wie Mexiko, Peru, Südafrika oder Chile angebaut. Das wiederum bedeutet, dass die empfindlichen Früchte in Kühlcontainern auf Containerschiffen zu uns gelangen. Und wie bei den meisten Nahrungsmitteln, die einen weiten Weg mit hohen Energiekosten zu uns zurücklegen müssen, belastet das unseren ökologischen Fußabdruck nicht unerheblich.
  • Zudem ist der Anbau der Avocados nicht ganz unproblematisch. Umweltorganisationen wie Greenpeace Mexiko und speziell zu der Thematik gegründete NGO’S, wie Modatima in Chile, sehen den extremen Anbau der Avocados sehr kritisch.
  • Während uns noch immer geschickt suggeriert wird, das in Mexiko einige Bauern vom Anbau der Avocado leben und wir sie mit dem Kauf quasi unterstützen, sieht die raue Wirklichkeit meistens sehr anders aus. Waren es noch vor einigen Jahren tatsächlich lediglich einige Bauern, die Avocados anbauten, werden heute von Konzernen riesige Avocado-Plantagen betrieben. Mit den Früchten lässt sich zurzeit viel Geld verdienen und dementsprechend wird die Anpflanzung vorangetrieben.
  • Um Platz für die Avocado-Bäume zu schaffen, werden andere Pflanzen, wie Pinien- und Tannenbäume gnadenlos abgeholzt. Das vegetative Wachstum und die bisherige Artenvielfalt wird in eine Monokultur verwandelt und darunter leiden auch viele Tierarten.
  • Monokulturen bringen bekanntermaßen immer Nachteile für die Natur mit sich. Einer davon ist beispielsweise, dass Schädlinge keine natürlichen Feinde mehr haben und dementsprechend vermehrt Pestizide eingesetzt werden. Die dann irgendwann auf unserem Teller landen.
  • Hinzu kommt, dass Avocado vergleichsweise viel Wasser benötigen. Für ein Kilogramm Avocados werden ungefähr zwischen 1.000 und 2.000 Liter Wasser pro Tag verbraucht. Das ist circa zwei bis drei Mal mehr Wasser als die Bäume, die sonst dort wachsen, verbrauchen. Das Wasser muss irgendwo herkommen, zumal die Gegenden, in denen die Avocado gut gedeihen sehr warm und in der Regel nicht sehr wasserreich sind. Kritiker befürchten, dass der extrem erhöhte Wasserverbrauch letztendlich zu Lasten der ohnehin ärmeren Bevölkerung und der dort lebenden Tiere geht. Aus diesem Grund sollten Sie möglichst nur Avocados aus garantiert ökologischem Anbau erwerben.  
  • Fazit: Avocados sind natürlich immer noch gesund, wenn sie aus ökologischem Anbau stammen. Und die Früchte schmecken auch immer noch gut und sind für die vegane Küche prima geeignet. Allerdings sollte sich keiner lässig zurücklehnen und denken er würde mit dem Kauf von Avocados einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und die Tiere leisten. Die Wahrheit ist eine andere.
  • Deshalb sollten Sie die Früchte nicht inflationär in Ihren Speiseplan integrieren, wenn Ihnen ökologisch korrektes Handeln wichtig ist. Wichtige Nährstoffe liefern auch zahlreiche einheimische Früchte aus dem Garten. Die Bandbreite reicht von Tomaten über Johannisbeeren bis hin zu Nüssen, wie Walnüssen.
  • Zudem gibt es zahlreiche alte Gemüsesorten, wie die Topinambur, die extrem gesund sind, aber leider im Laufe der Zeit von unserem Speiseplan verschwunden sind.

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